Clarks Bild vom Spracherwerb als Mangrovenwald

Clark meint, dass Sprache und ihr Erwerb für das Gehirn mit einem Mangrovenwald vergleichbar sind.
Mangrovenwälder findet man an seichten Küsten. Diese Wälder entstehen sozusagen aus sich selbst. Die Mangrovenbäume besitzen ein extrem verzweigtes Wurzelwerk, mit dem sie im Grund des seichten Wassers, z.B. auf Sandbänken, verankert sind. Diese Sandbänke existierten aber nicht vor den Bäumen, sondern sind erst entstanden, weil sich Samen von Mangroven irgendwo an der urspünglichen Wasserlinie der Küste festgesetzt haben, z.B. auf einem angespülten Stein oder einer großen Muschel. Mit ihren verzweigten Wurzeln und Trieben haben die ersten Pflanzen dann bewirkt, dass sich feste Bestandteile wie Sandkörner darin verfangen haben, sich absetzten und so langsam eine Grundlage bildeten, auf der weitere Mangroven wurzeln können.

Für Clark ist Spracherwerb ein ähnlicher Vorgang im Gehirn. Erst durch die Aneignung von Worten und rudimentären Regeln der Grammatik kann das Gehirn die Vorraussetzung für weiteren Spracherwerb schaffen. Die Sprache bildet sich so ihr eigenes System im Gehirn, das vor dem Spracherwerb nicht existiert hat!

Clarks Thesen

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