Peter Glotz: Medienpolitik; Mediengesellschaft; Mediendidaktik:
Perspektive eines Bildungs-, Wissenschafts- und Medienpolitikers (P. Glotz): "Kommunikationskultur auch in der telematischen Gesellschaft",also: "eine Kehre zum Rezipiententraining, zur Medienerziehung, zur Vermittlung von ´Computer- und Media-Literacy´" (Glotz, 1997).
Glotz: "Die Veränderung von Kommunikationsformen, Wahrnehmungs- und Sozialisationsweisen durch die neuen Medien müssen konsequent analysiert werden, und zwar aus der Sicht unterschiedlicher Disziplinen."
Qualifizierung für(!) medialisierte Arbeitswelten (also für telematische Berufe, deren Anteil in den nächsten Jahren erheblich anwachsen wird: "40% im Jahr 2.000" - so P. Glotz!).
Wären geeignete hypermediale Lernumgebungen verfügbar - es wäre derzeit in deutschen Schulen kaum damit zu arbeiten. Denn die schulischen Nutzungs- und Ausstattungsverhältnisse an den Schulen sind im internationalen Vergleich gesehen noch immer eher desolat. "Was müssen wir tun", fragt Peter Glotz im Januar 1997 bei einer Fachtagung des Deutschen Germanistenverbandes im ZiF der Universität Bielefeld, "wenn wir unsere Gesellschaft wirklich auf den Computer als Medienintegrator einstellen wollen?" Nicht sei, meint er, sei "wichtiger als Medien- und Computerkompetenz für unsere Kinder". "In dieser Situation ist es unbegreiflich, daß deutsche Schulen, von einigen löblichen Ausnahmen abgesehen, immer noch von Tafeln, Printmedien und Buchfundamentalisten bestimmt werden." (Glotz 1997; 16) "Elektronische Post, E-Mail? Nicht einmal sieben Prozent der deutschen Schulen nutzen sie. Medienerziehung? Es gibt Experimente in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, that´s it. Das Schlimmste: Die deutschen Lehrer (Durchschnittsalter achtundvierzig Jahre) werden schlicht allein gelassen.." (Glotz 1997; 17)