Herbert Henzler (in: Ring, K./von Throtha, K./Voß, P. (Hg.): Lesen in der Informationsgesellschaft. Baden-Baden 1997; 53 - 62):

Prägnante, provokante Aussagen - in einem entscheidenden Punkt medien- und medialitätstheoretisch naiv!:

"´Computer-Literacy´- als neue Basis der Alphabetisierung" (57); "der Trend zur ´Neuen Mündlichkeit´" (58); "Information hat sich von ihrem materiellen Träger gelöst und ist zum medienunabhängigen Content geworden. Daten lassen sich in nahezu beliebiger Menge und Verdichtung, zu jeder Tageszeit immer schneller und kostengünstiger aufrufen, konvertieren und löschen." "Information" qua "´Content´" (Henzler 1997; 58); "die Rolle von Design als maßgeblichem vorzivilisatorischem und postmodernem Zeichensystem" (59); gekommen sei es zur "neuen Content-Medium-Beziehung zwischen ´Literacy´ und ´Computer Literacy´" (60); "die klassische Literacy <bot> ein ganzes Spektrum anthropologischer Techniken an: Hermeneutik, Meditation sowie die verschiedenen Verfahren der Pattern Recognition - von Lavater bis zur modernen Gestaltpsychologie" - solche die auch "in der offenen, pluralistischen Informationsgesellschaft" von großer Bedeutung seien (61); <denn:> "Nicht die Daten und Informationen (...) befähigen uns zu neuen Einsichten und besserem Handeln. Vielmehr sind es die oft einzigartigen Interpretationen, die wir diesen Informationen geben." (61) "Motor und zugleich Engpaß des postmodernen Produktionsprozesses ist die ´Interpretation´- d.h. kognitives Ordnen der einzelnen Informationselemente zu neuen, sinnvollen Zusammenhängen, verbunden mit der emotionalen und sozialen Affirmation der neuen Strukturen." (61)

<Eindruck: naja...>

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