Statements:

1. "Lesekompetenz schafft Medienkompetenz". (Wössner 1997; 77) "Lesen ist also die elementare kulturelle Basistechnik, auf der unser gesamtes Denken aufbaut." (77) "Lesen als Kulturtechnik wird in allen Lebensbereichen vorausgesetzt." (81)

2. "Lesen ist die Bedingung der Möglichkeit einer Wissensgesellschaft." (Pöppel 1997, 91)

 3. "Lese- / kompetenz und weitere genuin schriftkulturelle Fähigkeiten verlangen die computermedien in einem - historisch gesehen - geradezu riesigen Ausmaß von nahezu allen Gesellschaftsmitgliedern." (Rosebrock 1999; 57/58) Die "kulturelle Bedeutung der Lektüre": "die Digitalisierung und Verbreitung der Medien bringt (...) einen ungeheuren Schub an Lektüreanforderungen für so gut wie alle Gesellschaftsmitglieder." (Rosebrock 1999; 60)

 4. "Der Einschränkung der Funktion des Lesens durch visuelle Medien steht ebenso gewiß die Potentierung der Möglichkeiten zur Herstellung schriftlicher Texte durch den einsatz der elektronischen Datenverarbeitung gegenüber. Dies gilt keineswegs nur im technischen Sinn. Die Möglichkeit, Hypertexte zu erzeugen, mit Textbausteinen zu arbeiten usw. haben dem Schreiben ohne Zweifel eine neue Qualität gegeben. Technische Innovationen, an jeder neuen Version eines Textverarbeitungsprogramms zu bestaunen, verändern nicht nur die äußere Form des Geschriebenen, sie haben Einfluß auf auf das Gesagte <sic!> selbst." (Stetter 1997; 278)

Unterscheidungen:

Lesekompetenz vs Literarische Kompetenz (Rosebrock 1999):

"Lesefähigkeit ist zeichengebunden und bezeichnet technisch die Kompetenz, die Buchstabenschrift zu dechiffrieren. Theoretisch sollte der Bgeriff modelliert werden als die Fähigkeit, sich im Kosmos des Geschriebenen zu orientieren und zu handeln; also als die Fähigkeit, Texte - welcher Art auch immer - angemessen zu nutzen." - "Literarische Kompetenz meint eben die Fähigkeit, Literatur gewissermaßen traditionsbewußt zu rezipieren, also einen ästhetisch konstituierten Text in welcher medialen Gestalt auch immer zu hören, zu sehen oder zu lesen und in seinem kulturellen Kontext zu verstehen. Das heißt: der ästhetische Text muß im Rezeptionsprozeß eingerückt werden in Formen des Verstehens und Deutens, wie sie kulturell überliefert und und von den kanonpflegenden wie Institutionen Schule und Hochschule als Wissensbestand verlangt werden." "Literarische Texte (...) greifen gewissermaßen tief in die psychische Dimension des lesenden Individuums ein, tiefer als etwa Sachtexte." (Rosebrock 1999; 58) - Dh.: "Lesekompetenz als vergleichsweise neutral definiert als die Rezeption von Schrift" und "dagegen literarische Kompetenz" "an den autonomieästhetisch orientierten Begriff der Schönen Literatur, wie er seit gut 200 Jahren Gültigkeit beansprucht", gebunden. (Rosebrock 1999; 59) - "Lesekompetenz in diesem Sinne der Literalität, der Mündigkeit und der Kundigkeit im Kosmos der Schrift"... (Rosebrock 1999; 59).

Schriftkompetenz als Kompetenz des Gebrauchs und des Verständnisses symbolischer Marken und Medien, die Schrift als "kognitives Tool" (Andy Clark 1997).

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