Diskussionsbeiträge:
"Basis des künftigen Arbeitsplatzes in der Verwaltung und in der Dienstleistung wird der Computer sein. Multifunktionale, mit intelligenten Tele- und Videophonen ausgestattete Terminals werden die Verbindung mit einem intelligenten Netzwerk herstellen. Diese Terminals werden eine weit größere Zahl von Informationen als je zuvor verarbeiten und denjengen bessere Unterstützung bieten, die an ihen arbeiten. Doch zugleich benötigen diese Menschen eine bessere Ausbildung und das entsprechende Training zur effizienten Nutzung des neuen Systems, ebenso wie größere Flexibilität, um sich den Änderungen anzupassen." (Giarini/Liedtke 1998; 167)
"Es wäre allerdings (...) falsch zu sagen, die Maschinen hätten nichts mit dem negativeren und verwirrteren Selbstverständnis der Mitarbeiter zu tun. Sie haben damit zu tun, und zwar, weil dieses neue Werkzeug des zeitgenössischen Kapitalismus eine weit intelligentere Maschine ist als die mechanischen Erfindungen der Vergangenheit. Seine (sic!) eigene Intelligenz kann die seiner Benutzer ersetzen und führt so zu Smiths Alptraum von der geistlosen Arbeit zu neuen Extremen." (Sennett 1998; 94)
"Der Fortschritt bei den digitalen kognitiven Prothesen verwandelt unsere intellektuellen Fähigkeiten genauso radikal, wie es Mutationen in unserer Erbmasse täten. (...) Wenn wir uns aber auf den Weg zu einer kollektiven Intelligenz machen, dann werden wir nach und nach Techniken, Zeichensysteme, soziale Organisationsformen und Regelmechanismen entwickeln, die es uns erlauben, gemeinsam zu denken, unsere intellektuellen und geistigen Kräfte zu bündeln, unsere Vorstellungen und Erfahrungen zu vervielfachen; das wird es uns erlauben, in Echtzeit und auf den verschiedensten Ebenen praktische Lösungen auszuhandeln für die komplexen Probleme, mit denen wir uns konfrontiert sehen." (Lévy 1997; 11/12)
"The physical-symbol-system architecture is not a model of individual cognition. It is a model of the operation of a sociocultural system from which the human actor has been removed." (Hutchins 1995; 363)
"Es wird also im nächsten Jahrhundert keine Bücher mehr geben. Lesen ist zu langwierig, wenn Erfolg sich am Zeitgewinn mißt. ´Buch´ wird man einen bedruckten Gegenstand nennen, dessen ´Botschaft´ (Informationsgehalt) mit Namen und Titel zuerst von den Medien, durch einen Film, ein Pressegespräch, eine Fernsehsendung, eine Kassette verbreitet sein wird, mit dessen Verkauf der Verleger (...) zusätzlichen Profit macht, denn die öffentliche Meinung wird dahingehend lauten: das Buch muß man ´haben´(also kaufen), auf die Gefahr hin, sonst für einen Dummkopf gehalten zu werden"... (Lyotard 1998)