Literale Kompetenz(en) in der Mediengesellschaft

Eine Prognose:

"Lesefähigkeit bleibt eine Schlüsselqualifikation auch in der sogenannten Mediengesellschaft." (von der Lahr 1996)

"Die Gesellschaften und damit auch die nationalen Medienmärkte der hochentwickelten Länder sehen sich seit geraumer Zeit mit folgenden, nicht nur kulturell irritierenden Phänomenen konfrontiert: Immer komplexere Informationsbezüge bestimmern die gesellschaftliche, politische und vor allen Dingen die wirtschaftliche Kommunikation. Parallel dazu entwickeln die Volkswirtschaften rasch die notwendige Kommunikationsinfrastruktur der digitalen Ära und bauen deren technologische Basis aus. Die Anforderungen an die Medienkompetenz des einzelnen Menschen erhöhen sich.

Die Erfordernisse der Informationsgesellschaft, ihre medialen Realitäten, verlangen nach dem geübten Leser, dem Vielleser mit entwickeltem Sprachbewußtsein und (angesichts der Informationsvielfalt) der ausgeprägten Befähigung zu begrifflichem Verstehen: dem medienkompetenten Menschen. Zu beobachten ist allenthalben jedoch eine fortgesetzte Schwächung der Lesefähigkeit, ein Befund, der empirisch gut abgesichert ist." (von der Lahr 1996; 2)

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