Ort:  Bedburg-Hau

Silbertraum (Georg B. Mrozek)

Arme Wichtel (Myrite Maduse)


Silbertraum

(Anmerkung zum Text: Ein romantisches Gedicht über die Liebe nicht nur zum romantischen mittelalterlichen Schloss Moyland in Bedburg-Hau.)

 

Und von Osten braust der Sturm,
saust über Zinnen, Dächer her.
Oben über Burg und Turm,
da zieht ein dunkel Wolkenheer.

Und der Regen spuckt mit Eis
auf starkes Mauerwerk und Baum.
Strauchkristall, ein Dach schon weiß,
die Mauer wird zum Silbertraum.

Selbst Burggraben spiegeln sich
darin, sogar ich sehe mich.
Ein Eisspiegelspiel für dich,
du lebst in mir, DICH sehe ich.

Spiegelwand, du Eisgewand,
kristallin sind meine Zähren.
Tage gehn wieviel ins Land?
Jahre ziehn! Wie lang soll's währen?

Im Steinspiegel rührt sich was.
Da! Du schwebst mir schnell entgegen.
Schneller schlägt mein Herz, es rast,
einen Kuss willst du mir geben! -

Nach Eisregen kommt bald Schnee.
Er wird vom Sturm zu dir geweht.
Im Spiegel ich dann nichts mehr seh' -
doch nie dein Liebesgruß vergeht!

© Georg B. Mrozek - Thyla


arme wichtel

diese stadt ist legendär. und schweisstreibende ursache von vielem ungemach, das sie erfuhr. wer da jahr um jahr gearbeitet hat, ihre mutter, hat die psychiatrie von innen kennengelernt, auf der wärterinnenseite, der der kinderkrankenschwestern, derer, die die macht haben.
jungs der kleinsten altersstufen um die damals noch jugendliche mutter herum, in ihrer obhut. fern von liebevoller zuwendung waren die wichtel arm dran., sich selber schaukeln oft ihr geringer, einziger luxus.
welch verstörende kindheit musste ihre mutter gehabt haben, dass sie amok lief, sich selbst wiegende jungs bereits als gefahrengut wähnte. und zuschlug, wohin auch immer, vom gesicht bis in die intimzonen war da ein weites feld.
sie selbst würde eines tages ihr lied darüber singen, ihr leid darüber klagen, weil sie entdeckte, ihre scheinbar verbündete, ihre als verbündete gewünschte mutter war das ungeheuer, das ihre träume seit der kinderwiege zerstörte. der schwarze mann war eine frau auf rächerinnen-trip, amoklaufend in ihrer fehlgeleiteten moral, zu verdammen, was kindern lebenswichtig ist. dass sie die körperlichkeit spüren wollte, instinktiv, noch vor der eigenen kindlichen sexualität, war schon ein zeichen von verderbtheit, eine erbsünde von erfahrungen, über die ihre mutter nie sprechen würde, eine schuld, die kindern unter die haut geschrieben wird, töchtern und söhnen, und sexualverbrecherInnen zu unschuldslämmern macht. in den augen von müttern wie dieser. meiner.

© Myrite Maduse - Im Netz