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Wir fliegen über die Dünen, mit den Rädern rauf und runter, in flatternden Regenjacken, vom Wind getrieben, ohne die Pedale zu treten, und niemand außer uns, nur wir, auf großer Fahrt, den ganzen Morgen, einmal in den Norden und zurück. Am Nachmittag dann die Beine in heißem Wasser ausstrecken und ein Blick aus dem Schwimmbad auf´s Meer, der alles vergessen macht, was zuhause wartet. Wenn der Abend kommt und mit ihm die Dämmerung, ist es ganz einsam am Strand. Ich liege mit den anderen im kalten Sand und stelle mir vor, wie wunderbar es wäre, hier in einem der reetbedeckten Häuser in den Dünen zu leben, mit einem schönen großen Kamin, hellen Möbeln und einem Golden Retriever. Auch als ich längst wieder im Zug zurück in meine ungeliebte Heimatstadt sitze, träume ich noch immer davon, ein Haus auf Sylt zu haben. Wenn ich diesen Traum nicht verwirklichen kann, ist mein Leben verfehlt.
© Anonym